akkupflege… zur richtigen Akkupflege:

Die modernen und leichten Lithium-Ionen Akkus sind nicht nur leistungsfähiger als herkömmliche NiMH, NiCa oder Blei-Gel-Akkus sondern reagieren im Vergleich zu diesen auch empfindlicher auf eine nicht-ordnungsgemäße Behandlung. Das Aufladen des Akkus erfolgt mittels I/U-Ladeverfahren und sollte immer vollständig durchgeführt werden (Das Ladegerät signalisiert, wenn der Akku komplett fertig geladen ist). Wird dies bei den Ladezyklen konsequent umgesetzt, bleibt auch die Kapazität weitestgehend erhalten. Nach 500 Ladezyklen haben unsere Akkus noch eine Kapazität von rund 80%, nach 1000 Ladezyklen noch ca. 60%. Der Grund für das Nachlassen der Kapazität liegt an einer Alterung der Lithium-Ionen-Akkus bedingt durch Zell-Oxidation. Oxidieren die Elektroden geht die Fähigkeit verloren, für den Stromfluss notwendige Lithium-Ionen zu speichern. Ursachen für eine Zell-Oxidation können eine ungünstige Umgebungstemperatur, eine chemische Änderungen der Elektrolyte oder der Ladezustand des Akkus sein. Die Kombination aus hohen Temperaturen und einem vollen Akku sorgt beispielsweise für eine besonders schnelle Zell-Oxidation.

… zur Benutzung:

Ist das e-Rad nicht in Gebrauch, sollte es immer ausgeschaltet sein. Idealerweise entnehmen Sie darüber hinaus auch den Akku aus dem e-Rad. Wie lang das Leben eines Lithium-Ionen-Akku tatsächlich ist, hängt vom Gebrauch und der Umgebungstemperatur ab. Ist die maximale Reichweite des e-Rades pro Akkuladung mit 60km angegeben, so ist eine Gesamtlaufleistung von ca. 30.000km mit einem Akku möglich (60km x 500 Ladungen). Bitte beachten Sie dazu, dass Lithium-Ionen Akkus konstruktionsbedingt bei Frost oder geringen Temperaturen nicht die volle Leistung zur Verfügung stellen können. das ist normal und kein Grund zur Sorge oder zu einer Reklamation. Nutzen Sie den Akku bei steigenden Temperaturen und Sie werden feststellen, dass er wieder zur vollen Leistung zurückfindet.

… zur Lagerung (länger als 2 Monate):

Der optimale Ladezustand für eine Lagerung liegt zwischen 50% und 80% (Beispiel: hat Ihr Akku eine Gesamtladezeit von 7 Stunden ist er in 3,5 Stunden zu ca. 50% geladen). Die Selbstentladung von 2% bis 10% pro Monat ist äußerst gering, jedoch stark temperaturabhängig. Lithium-Ionen-Akkus sollten daher alle zwei bis drei Monate nachgeladen werden, um eine Tiefenentladung zu vermeiden. Gelagert werden sollten die Akkus idealerweise in einem nicht beheizten, frostfreien Raum (optimal sind 7-10 Grad). Kommt es dennoch zu einer Tiefenentladung, kann der Akku unter Umständen wieder erweckt werden. Konnte dies geschehen, kann der Akku mit Abstrichen in der Kapazität weiter genutzt werden. Ist der Akku dagegen nicht mehr zu „wecken“, so ist er fachgerecht zu entsorgen. Sie haben die Möglichkeit den Akku beim Fachhändler abzugeben, dieser kann den Akku durch die Hermann Hartje KG Fachgerecht entsorgen lassen. Wir möchten an dieser Stelle nochmals ausdrücklich darauf hinweisen, dass eine Tiefenentladung kein Garantie- oder Gewährleistungsfall ist und immer mit einer fehlerhaften Bedienung durch den Benutzer zu tun hat.